SOUND OF BRUCKNER MICHELDORF

Micheldorf war schon zur Hallstatt-Zeit besiedelt und viele Spuren einer bewegten Geschichte sind heute noch zu finden. Im 4. Jahrhundert wurde auf dem Georgenberg eine frühchristliche Kirche errichtet. Die Reste können im Hochzeitskirchlein am Georgenberg, der zu einem der beliebtesten Ausflugsziele zählt und als Kraftplatz gilt, besichtigt werden. Vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte Micheldorf durch die große Bedeutung der Sensenindustrie eine Hochblüte. Darüber informiert das Sensenschmiedemuseum. Das Wahrzeichen des Ortes, die Burg Altpernstein, wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Sehenswert sind die Burgverliese, die Schlosskapelle und die herrliche Aussicht. Micheldorf bietet auch ein sehr vielfältiges Sport- und Freizeitangebot. 


zum Brucknerort

Burg Altpernstein

Die Burg ist im Wesentlichen so erhalten, wie sie damals gebaut bzw. umgebaut oder erweitert wurde. Der hohe schlanke Westgiebel und die abwechslungsreiche Ostseite weisen auf den gotischen Ursprung hin und der älteste Teil auf der Westseite lässt schwer die Reste des Burgfrieds als solchen erkennen. Man betritt die Burg über eine Steinbrücke. Die Torflügel, früher das Innentor, sind mit alten Harnischen (1638) beschlagen. Im schmalen, hohen Innenhof aus der Zeit der Frührenaissance sind Sgraffitos (Wandmalereifenster) und ein reizvoller Marmorbrunnen (1607) mit dem Denkmal des letzten Jörgers (Karl) zu sehen. Der Rittersaal mit seiner ca. 200 Jahre alten Holzdecke und die Burgkapelle (1340) mit der spätgotischen Marienstatue aus dem 15. Jahrhundert und seiner reichen Stuckverzierung aus der Zeit um 1625 als auch die gut erhaltenen Verliese aus dem 16. Jahrhundert können auf Anfrage besichtigt werden. Von der Burgterasse aus hat man eine wunderbare Aussicht auf das Kremstal.  1879 erklommt Bruckner, teils von Freunden auf ihren verschänkten Händen getragen, die Burg. Bruckner nahm an einer Burg-Führung teil, betete andächtig in der Kapelle und probierte sogar die niedrigen Kerker-Zellen selbst aus, um die Qualen der früheren Gefangenen besser nachempfinden zu können.

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OÖ. Sensenschmiedemuseum

Zu den ältesten und auch bedeutendsten Sensenwerken der "Kirchdorfer-Micheldorfer Zunft" der Sensenschmiedemeister zählte die "Werkstatt am Gries" ("Gradn"), deren 500-jährige Geschichte sich heute im OÖ. Sensenschmiedemuseum in Micheldorf widerspiegelt. Berühmtheit erlangte die "Gradn-Werkstatt" durch die hervorragende Qualität der erzeugten Sensen, die mit dem Zeichen eines "Kelchs mit Hostie" (Tassilokelch - Stift Kremsmünster) beschlagen wurden.

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Gradnalm

Die Gradnalm liegt am Fuße des schroffen Kammes der Kremsmauer auf einer Seehöhe von ca. 1.240 m. Am besten startet man vom Kremsursprung über die Sattelhald auf dem markierten Weg zur Gradnalm. Die Gehzeit beträgt ca. 2 Stunden und der Wanderweg ist nicht allzu schwierig. Die Alm wird an Wochenenden  von Mai bis Oktober bewirtschaftet. (Infos & Kontakt: +43 664/2412323) Eine Rundwanderung zur Falkenmauer, zum Kremsursprung, über das Törl auf die Kremsmauer, in die Steyrling oder auf den Pfannstein (Blick ins Tote Gebirge), bietet sich an.

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